Oele

03.02.2021 08:15
#1 Oele
fr

Guten Morgen, laut Werkstatthandbuch braucht der LLoyd LP600 für den Motor HD SAE20 W/20, für das Getriebe SAE 90 und das Lenkgetriebe SAE 140. Macht Ihr das auch so oder gibt es andere Erfahrungswerte? Mir ist bekannt, dass man über Oele stundenlang diskutieren kann und es unterschiedliche Meinungen gibt. Viele Grüße aus Hamm, Frank


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03.02.2021 10:24
avatar  UlJa
#2 RE: Oele
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Servus,

wenn du im Werkstatthandbuch ein wenig weiterliest, kommst du an die Stelle in der steht, daß für den Lloyd auch die Mehrbereichsöle geeignet sind.

Meiner kriegt ein Marken- 20W40 - hoffentlich löse ich jetzt keinen Glaubenskrieg aus.

Let the good Lloyds roll......

Ulrich

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01.05.2022 18:49
avatar  Soenke
#3 RE: Oele
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Moin,
es sollte unlegiertes Öl sein.
Der Lloyd hat statt Ölfilter Schleuderbleche. Bei modernen Ölen bindet das Öl den Schmutz durch die Additive (legiert) und der Dreck wird in alle Ecken des Motors befördert. Bei unlegierten Ölen "fällt" der Schmutz nach unten und wird beim Ölwechsel einfach abgelassen und letztlich bleibt die Maschine sauberer.


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02.08.2022 11:48
#4 RE: Oele
Kn

Hallo aus Hannover,
es sollte gerade kein unlegiertes Öl sein. Lloyd hat laut Betriebsanleitung, Werkstatthandbuch und Kundendienstmitteilungen ausdrücklich HD-Öl für Vergasermotoren empfohlen. Aufgrund des fehlenden Ölfilters hat man kürzere Ölwechselintervalle (3000 km) vorgeschrieben, genau wie bei seinerzeitigen VW Käfer, der ebenfalls nur ein Ölsieb hatte.
Ich halte die angebotenen HD-Öle bis zur API-Spezifikation SE oder SF für sehr geeignet. Hinsichtlich der Viskosit#t hat Lloyd damals schon 10W-30 zugelassen (gebt es heute noch z.B. bei Rektol oder Ravenol). 15W40 ist auch sehr gut geeignet, da hat es der Anlasser gegenüber einem 20Wxx-Öl bei Kälte etwas leichter.
Bei der Verwendung von unlegiertem Öl würden sich z.B. die Ölschleuderbleche schneller mit Rückständen zusetzen.
Helmut Dahlmann (Lloyd-Mitfahrer 1959-1966, Lloyd-Fahrer seit 1980)


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02.04.2023 15:30
avatar  IPx200
#5 RE: Oele
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Hallo,

auch ich habe gerade die Frage welches Öl ich für meinen Alexander TS benötige. So richtig schlau werde ich hier leider nicht.


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04.04.2023 15:02 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2023 15:07)
avatar  Betschart ( gelöscht )
#6 RE: Oele
Be
Betschart ( gelöscht )

Unlegierte Oele :
richtig ist, daß sich der Dreck absetzt, aber er kommt dann beim Oelwechsel eben nicht mehr mit heraus.
Deswegen sind diese Oele ungeeignet.

Legierte Oele :
halten den Dreck in der Schwebe, dann kommt er auch beim Oelwechsel mit heraus.
Nachteil, da kein Oelfilter wie heute üblich vorhanden ist, sind kurze Oelwechselintervalle erforderlich.

Bildanhänge
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Oelsieb.jpg

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05.04.2023 13:55 (zuletzt bearbeitet: 05.04.2023 18:44)
avatar  Betschart ( gelöscht )
#7 RE: Oele
Be
Betschart ( gelöscht )

Offensichtlich ist vielen der Sinn der Oelschleuderbleche nicht bekannt.
Die Oelschleuderbleche sammeln das weggeschleuderte Oel von dem betreffenden Kurbelwellenlager ein und führen es dann dem jeweiligen unteren Pleuellager zu.
Daß sich bei Verwendung von unlegierten Oelen auch hier der der Dreck, unterstützt von der Fliehkraftwirkung, absetzt ist der Anfang eines kapitalen Motorschadens. Sobald die umlaufende Rinne des Oelschleuderblechs voll mit Dreck ist kann sich hier kein Oel mehr sammeln. Somit bekommt das untere Pleuellager Oelmangel und wird letztlich zerstört. Anschließend weicht das Pleuel seitlich aus und rammt gegen die Innenwand des Gehäuses, welches dann bricht.
Auch kommt es vor, daß die Oelschleuderbleche wegen Unwucht durch Dreck von der Kurbelwelle abreißen, von der Kurbelwelle herumgeschleudert alles andere tun als das untere Pleuellager mit Oel zu versorgen. Die Folge ist letztlich das Gleiche.

Dass die Oelschleuderbleche der Oelreinigung durch Ausschleudern von Dreck dienen ist eine gängige Meinung, aber letztlich völliger Unsinn.


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